Bewegung ist Leben „Physio to go“

 
Folgende Übungen könnt Ihr wunderbar auf eurer Gassirunde einbauen. 
Du benötigst kein spezielles Equipment, nur was euch die Natur und eure Umgebung bietet z.B. ein Baumstumpf und Äste.
Achte immer darauf das es eine rutschfeste Oberfläche hat. 
Das Laufen auf weichen Untergrund z.B. im Wald ist gelenkschonender als auf hartem Asphalt. 


Gesamter Körper

Bergauf-Bergab-Training 

Für das Bergauf-Bergab Training nimmst du deinen Hund an die Leine, damit du Tempo und Richtung steuern kannst. Je langsamer dein Hund sich bewegt, desto größer ist der Trainingseffekt. 

Mit dem Bergauflaufen trainierst du die Muskulatur der Hintergliedmaße und des Bauches. 

Beim Bergablaufen werden die Vordergliedmaße und die Muskulatur des Rumpfes trainiert. 

 

Schritt Training 

Für das Schritt-Training führst du deinen Hund an der kurzen Leine neben dir. Dein Hund sollte möglichst nicht auf dem Boden schnüffeln, sondern den Kopf oben tragen und seine Schritte und Bewegungen bewusst durchführen. Das Schritt-Training ist anstrengender als es aussieht und hat einen hohen Effekt. 

 

Trab Training 

Für das Trab-Training nimmst du deinen Hund an die Leine, damit du das Tempo bestimmst. Animiere ihn dann zu traben. Natürlich musst du das Tempo mitgehen. Zwischendurch schnuppern und stehenbleiben sollte vermieden werden, denn nur über eine kontinuierliche Bewegung baut dein Hund Muskulatur, Kraft und Kondition auf. 

 

Sprint Training 

Dein Hund befindet sich in der Ausgangsposition „Sitz“. Du entfernst dich nun einige Meter. Auf deiner Position angekommen, rufst du deinen Hund. Ziel ist, dass er im Sprint zu dir gerannt kommt. Der Untergrund sollte möglichst eben sein. Mit dem Sprint werden die Schnelligkeit und die Muskulatur des gesamten Körpers gefördert. 

Muskeltraining

Steh-Sitz 

Die Steh-Sitz Übung ist ein sehr effektives Kraft- und Beweglichkeitstraining für die Hinterläufe. Zudem wird die Muskulatur des unteren Rückens trainiert. 

Bei Schmerzen oder Instabilität der Hintergliedmaße versteifte Gelenke oder 

Versteifung des unteren Rückens sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Cavaletti Training

5-6 Hindernisse sind ideal, um deinen Hund in einen Bewegungsfluss zu bringen. Die Höhe der Hindernisse sollte maximal bis zu seinem Handgelenk reichen.

Bei versteiften Gelenken sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Vorne auf - mit den Vorderpfoten auf einer Erhöhung

Das Vorne Auf trainiert die Koordination, das Gleichgewicht und ein gutes Körpergefühl des Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seine Hintergliedmaße und die Muskulatur des unteren Rückens und der Hintergliedmaße gestärkt.

Der Hund stellt dabei seine Vorderpfoten auf eine Erhöhung und hält die Position ein paar Sekunden.

Je höher das Hindernis, desto anspruchsvoller ist die Übung für den Hund.

 

Hinten auf

Du benötigst eine niedrige Erhöhung, auf der dein Hund bequem stehen kann. 

Aufbauen kannst du die Übung folgendermaßen: Stelle die Erhöhung vor deinen Hund und gebe ihm das Signal, sich mit allen vier Pfoten darauf zu stellen. Locke ihn nun ein Stück nach vorne, so dass er mit seinen Vorderpfoten von der Erhöhung heruntertritt.

 

Dehnung

Bergziege 

Eine Möglichkeit die Übung zu trainieren wäre, den Hund auf eine kleine Fläche zu stellen und ihm das Leckerli zwischen die Vordergliedmaße zu legen. 

So provozieren wir einen runden Rücken, was die Rückenmuskulatur dehnt und die Bauchmuskulatur anspannt. 

Bei Spondylosen im Brustwirbel- Lendenwirbelsäulenbereich, Bandscheibenvorfälle oder entzündlichen Prozesse im Rücken sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Um die eigene Achse

Dein Hund befindet sich in der Grundposition „Steh“. Halte zunächst ein Leckerli in der Hand und bewege es vor der Nase deines Hundes von dir weg. Dein Hund wird deiner Handbewegung folgen und sich so um die eigene Achse drehen. 

Bei Instabilität der Wirbelsäule sollte diese Übung nicht ausgeführt werden. 

Koordination

Verschiedene Untergründe 

Ziel ist es, dass dein Hund bewusst unterschiedliche Untergründe wahrnimmt (Kies, Gras usw.) und so seine Koordination und Propriozeption gefördert wird.

Rückwärts gehen 

Du stehst vor deinem Hund. Halte ein Leckerli vor die Nase deines Hundes. Gehe in kleinen Schritten auf deinen Hund zu, sodass er ausweichen muss und einige Schritte rückwärtsgeht. 

Bei Instabilität im Rücken oder in der Hinter- oder Vordergliedmaße sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Up and Down

Die Hürde sollte so hoch sein, dass dein Hund bequem darübersteigen bzw. er geduckt drunter durchgehen kann. 

Bei Instabilität der Gelenke oder der Wirbelsäule oder versteifte Gelenke sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Slalom Training 

Beim Slalomlaufen werden eine gleichmäßige Belastung aller vier Läufe, ein gesunder Bewegungsablauf sowie Balance und Koordination trainiert. 

Gleichzeitig wird die Beugung der Wirbelsäule intensiviert und die Muskulatur des Rückens und der Läufe gestärkt. 

5-6 Hindernisse sind ideal, um deinen Hund in einen Bewegungsfluss zu bringen. 

Bei Instabilität oder Schmerzen in der Wirbelsäule sollte diese Übung nicht ausgeführt werden. 

 

Umrunden 

Dein Hund befindet sich in der Grundposition „Steh“ vor dir. Locke nun deinen Hund mit einem Leckerli in der Hand um deine Beine herum. Achte darauf, dass dein Hund in beide Richtungen läuft, damit beide Körperhälften gleichmäßig trainiert werden. 

Bei Instabilität der Wirbelsäule sollte diese Übung nicht ausgeführt werden.

Elefantentrick 

Der Elefantentrick trainiert die Koordination und das Gleichgewicht deines Hundes. Zugleich wird mit der Übung das Vertrauen in seine Hinterläufe und die Muskulatur des unteren Rückens und der Hinterläufe gestärkt. 

Dein Hund steht mit den Vorderläufen auf einer kleinen Erhöhung (Baumstumpf). Du stehst neben deinem Hund. Halte ihm nun ein Leckerli vor die Nase und bewege dich einen kleinen Schritt nach links oder rechts. Ziel ist, das dein Hund deiner Bewegung folgt und dabei mit den Vorderpfoten auf der Erhöhung bleibt.